Ethikgrundsätze der Hypnospathie
Hypnospathie versteht Hypnose nicht als Bühne für den Hypnotiseur, sondern als verantwortungsvoll gestalteten Prozess im Sinne des Klienten. Die folgenden Grundsätze bilden dafür den Rahmen.
1. Der Hypnotiseur ist Begleiter und Mediator
Der Hypnotiseur strukturiert den Prozess und vermittelt zwischen bewusster und unbewusster Ebene. Er ist nicht der Held der Sitzung und nicht derjenige, dem sich der Klient unterzuordnen hat.
2. Trance ist freiwillig
Hypnospathie setzt auf Kooperation und Freiwilligkeit. Trance ist kein Zwangsereignis, kein Vorführeffekt und kein Machtbeweis.
3. Lösungen werden nicht übergestülpt
Nachhaltige Veränderung entsteht dort, wo Erkenntnisse innerlich anschlussfähig sind. Deshalb sollen wesentliche Veränderungsimpulse aus dem Prozess heraus entstehen und nicht vom Hypnotiseur als fertige Wahrheit vorgegeben werden.
4. Respekt und Vertraulichkeit sind bindend
Seriöse Hypnose braucht einen klaren Rahmen, Verlässlichkeit, Diskretion und einen respektvollen Umgang mit Grenzen.
5. Hypnose ist kein Showformat
Hypnospathie grenzt sich von übergriffigen, manipulativen oder rein effektorientierten Darstellungen von Hypnose ab. Es geht nicht darum, zu beeindrucken, sondern hilfreich und sauber zu arbeiten.
6. Verantwortung vor Reichweite
Wer öffentlich als Hypnospathie-Anwender genannt wird, soll diese Grundhaltung mittragen. Darum ist für neue Einträge eine manuelle Prüfung und Freigabe vorgesehen.